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Journalismus
Bei meiner journalistischen Arbeit konzentriere ich mich auf meine „Lieblingsthemen“ Architektur, Stadtentwicklung, Verkehr und (erneuerbare) Energie. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von Berichten und Reportagen, die in den letzten Jahren in Tageszeitungen, Print- und Onlinemagazinen erschienen sind.
Architektur
Stadtplanung und Stadtentwicklung
Wohnen in der Stadt
Straßenbahn und Stadterneuerung
Energetische Sanierung von Hochhäusern
Erneuerbare Energien
Elektromobilität und Verkehrswende
Urbane Luftseilbahnen
Mathematische Optimierung im Verkehr
Architektur










Inforecherche, Texterstellung, Fotografie

Themen: Ver√∂ffentlichungen √ľber Architekturprojekte, u.a. im Online-Magazin Telepolis, in der Badischen Zeitung und in den Fachmagazinen Deutsche Bauzeitschrift (DBZ), Uptown und photovoltaik

Im Unterschied zu Kunstwerken im Museum k√∂nnen wir den Ergebnissen der Baukunst nicht so einfach aus dem Weg gehen – denn sie stehen direkt vor unser aller Augen, mitten in der Stadt. Aus diesem Privileg der Architekten, ihre Werke in aller √Ėffentlichkeit platzieren zu d√ľrfen, ergibt sich auch eine besondere Verantwortung. Die Neusch√∂pfung des Begriffs der „Baukultur“ in den letzten Jahren zeigt, dass heute sensibler auf die Qualit√§t des Gebauten geschaut und h√§ufig auch gestritten wird, ob ein bestimmtes Geb√§ude an einen bestimmten Ort passt. F√ľr die in meinen Ver√∂ffentlichungen beschriebenen Geb√§ude kann man dies sicher mit guten Gewissen bejahen.

Höhepunkt im Holzbau: siebenstöckige Stadthaus in Holzbauweise; Telepolis 2008
Hoch hinaus mit Holz, Badische Zeitung 2008 [PDF-Datei / 424 KB]
Wie eine zweite Haut: Green City Hotel Freiburg; photovoltaik 12/2013 [PDF-Datei / 399 KB]
Badelandschaft im Flussbogen: Freibad Waldkirch; DBZ 3/2017
Wohnfl√§che optimal nutzen: Mehrfamilienhaus Waldmeisterweg, Z√ľrich; DBZ 4/2020


Textprobe:
Hoch hinaus mit Holz
Hutzelige Fachwerkh√§user und Schwarzwaldh√ľtten – mit diesen traditionellen Bauformen haben moderne Holzh√§user au√üer dem Baustoff wenig gemein. Was im Holzbau heute machbar ist, kann man sich derzeit im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg anschauen: In einer Baul√ľcke zwischen Gr√ľnderzeith√§usern steht dort der Rohbau eines siebenst√∂ckigen, in Holzskelettbauweise errichteten Mehrfamilienhauses. Mit seiner H√∂he von rund 25 Metern geh√∂rt das vom Berliner Architekturb√ľro Kaden + Klingbeil geplante Geb√§ude zu den h√∂chsten Holzh√§usern der Welt – in Deutschland lag der Rekord bis dato bei sechs Geschossen. Im kommenden M√§rz soll das Geb√§ude bezugsfertig sein.

Ungew√∂hnlich am Berliner Projekt – nach der Adresse Esmarchstra√üe 3 kurz und werbewirksam „E3“ getauft – ist freilich vor allem dessen H√∂he, die eine Reihe technischer Speziall√∂sungen erforderlich machte. Ansonsten hat die Holzbauweise in den vergangenen 20 Jahren nicht nur bei √∂ffentlichen Geb√§uden wie Hallen, Kinderg√§rten und Schulen, sondern auch im Wohnungsbau eine Renaissance erlebt, nachdem h√∂lzerne Wohnbauten in den zwei Jahrhunderten des industriellen Zeitalters weitgehend aus den deutschen St√§dten verschwunden waren. Nach Angabe des Holzabsatzfonds, der zentralen Marketingorganisation der deutschen Forst- und Holzwirtschaft, w√§chst der Marktanteil des Baustoffs Holz seit 15 Jahren √ľberproportional: Bundesweit sind rund 15 Prozent des Gesamtbauvolumens von Ein- und Zweifamilienh√§usern aus Holz, in Baden-W√ľrttemberg sogar √ľber 20 Prozent. Rund 20000 Eigenheime werden j√§hrlich in Holzbauweise errichtet.
hoch
Stadtplanung und Stadtentwicklung








Inforecherche, Texterstellung, Fotografie

Themen: Stadtumbau, Rekonstruktion, Umgang mit der Nachkriegsmoderne; Veröffentlichungen u.a. im Online-Magazin Telepolis, in den Fachmagazinen Uptown und Die Alte Stadt sowie in der Kulturzeitschrift Il Friburghese.

Lange Zeit nur f√ľr Insider von Interesse, ist das Thema Stadtentwicklung heute wieder ein Thema f√ľr (bisweilen hitzige) Diskussionen unter Fachleuten und B√ľrgern geworden. In meinen Ver√∂ffentlichungen der letzten Jahre habe ich mich vor allem mit Stadtumbauprojekten sowie st√§dtebaulichen Leitbildern besch√§ftigt, beispielsweise mit der Zul√§ssigkeit von Rekonstruktionen. Ein vielschichtiges Thema: Letztlich ist Stadtplanung nicht nur eine technische Disziplin, sondern muss sich auch stets mit den Gewohnheiten und Bed√ľrfnissen der Bewohner befassen. Und die wollen immer √∂fter auch selbst mitreden.

Artikel √ľber den St√§dtebau der Nachkriegszeit:
Einfach wieder aufbauen? Pro und contra Rekonstruktion verlorener Bauwerke, telepolis
Der zweite Wiederaufbau, Badische Zeitung
Wir hatten keine Ahnung von der Stadt: städtebauliches Streitgespräch [PDF-Datei / 180 KB]

Artikel √ľber Stadtumbauprojekte:
Die Vorzeigestadt: der Freiburger √Ėko-Stadtteil Vauban
Gebautes Berlingef√ľhl: das Holzmarkt-Projekt
Kreative Melange: das Schildacker-Viertel in Freiburg [PDF-Datei / 686 KB]
Countdown in Mailand: Expo 2015 [PDF-Datei / 523 KB]


Textprobe:
„Wir hatten keine Ahnung von der Stadt“
Ein städtebauliches Streitgespräch

[...] Das st√§dtebauliche Leitbild der 1950er-Jahre war die aufgelockerte und durchgr√ľnte Stadt, ein Leitbild, das in Berlin mit besonderer Konsequenz verfolgt wurde. Man wollte den Bruch mit der Vergangenheit, deren St√§dtebau man als mitverantwortlich f√ľr die deutsche Katastrophe ansah. Dabei wurde √ľbersehen, dass die nach dem Krieg realisierten Planungen vielfach bereits in der nationalsozialistischen Zeit entstanden waren; so ist die „gegliederte und aufgelockerte Stadt“ die Empfehlung aus einem im Auftrag von Albert Speer erstellten Gutachten von 1943, in dem es darum ging, gegen Fl√§chenbombardements resistente Stadtstrukturen zu entwickeln. Hier gingen also die sozialutopischen Vorstellungen der modernen St√§dtebauer eine merkw√ľrdige Symbiose mit den ganz und gar unidealistischen Zielen der Nationalsozialisten ein. [...]

Was also tun mit den vielen ungeliebten Ergebnissen jener Epoche, insbesondere den heute als verfehlt angesehenen Gro√üsiedlungen und Trabantenst√§dten? Abrei√üen? Umbauen? Hans Stimmann sieht kein allgemein g√ľltiges Rezept, sondern will die Entscheidung vom Einzelfall abh√§ngig machen. Generell solle jedes Geb√§ude erst einmal eine Bestandsgarantie erhalten, um zu verhindern, „dass jede Generation wieder abrei√üt, was die Generation zuvor gebaut hat“. In bestimmten F√§llen k√∂nne es durchaus gute Gr√ľnden f√ľr einen Abriss geben, aber dieser d√ľrfe niemals wieder zum Programm erhoben werden: „Wir m√ľssen aufh√∂ren, Architektur daf√ľr zu bestrafen, dass wir etwas falsch gemacht haben.“ Er fordert einen „gesellschaftlichen Denkmalschutz‚Äú f√ľr alle Geb√§ude: Eine Gesellschaft k√∂nne die durch „obsessive Abrissorgien“ verursachte Geschichtslosigkeit und Ressourcenverschwendung nicht auf Dauer aushalten. Zugleich mahnt er die Architekten und Stadtplaner zur Bescheidenheit: „Mit Architektur und St√§dtebau kann man nicht die Welt ver√§ndern.“ [...]
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Wohnen in der Stadt








Inforecherche, Texterstellung, Fotografie

Themen: Wohnungsbau, Baugruppen, Wohnprojekte; zwei Artikelserien f√ľr das Online-Magazin Telepolis

Nach einer Jahrzehnte andauernden Suburbanisierung hat sich der Trend seit der Jahrtausendwende merklich zugunsten der Stadt gedreht: Es ist wieder schick, in urbanen Vierteln zu wohnen. Zudem erleichtert es die bessere Infrastruktur in der Stadt, flexiblere Lebensmodelle jenseits klassischer Familien- und Erwerbsstrukturen zu realisieren. Dieser Entwicklung folgend, sind auch die Strukturen der Immobilienwirtschaft vielf√§ltiger geworden, insbesondere Baugruppen sind inzwischen in vielen St√§dten wichtige Marktakteure. Damit ist Wohnen vielf√§ltiger, aber auch komplexer geworden – auch f√ľr die Stadtbewohner selbst. Ich wohne. Eine Besch√§ftigung, die mich restlos ausf√ľllt, schrieb einmal der B√ľhnenautor Kurt Goetz. Das trifft die Befindlichkeit in Baugruppen und Wohnprojekten ziemlich gut.

Artikelserie zum Thema Wohnen in der Stadt:
1. H√§uslebauer werden Stadtb√ľrger
2. Die Unwirtlichkeit der Vorstädte
3. Schöne neue Wohnwelten
4. Besser bauen in der Gruppe

Artikelserie √ľber gemeinschaftliche Wohnprojekte:
1. Wohnen in der Eigentums-WG: Baugemeinschaften
2. Sozialistisches Monopoly: das Mietshäuser-Syndikat
3. Es brennt wieder Licht: Wächterhäuser in Leipzig
4. Anders wohnen als gewohnt: Berliner Wohnprojekte

Artikel √ľber Freiburger Wohnprojekt:
Schön und solidarisch wohnen [PDF-Datei / 530 KB]


Textprobe:
Von der Normwohnung zu neuen Wohnmodellen
Diese L√ľcke, die der Staat lie√ü, konnte auch der frei finanzierte Wohnungsmarkt nicht f√ľllen [...]. Die Folge ist heute ein zunehmender Mangel an bezahlbaren Wohnungen in vielen Gro√üst√§dten der Republik. Die Abkehr vom staatlich gef√∂rderten Wohnstandard hat allerdings auch einen positiven Aspekt: Es entstanden Freir√§ume f√ľr neue Wohnmodelle, die fr√ľher kaum eine Chance gehabt h√§tten, sich gegen subventionierte Wohnungsbaugesellschaften einerseits und solvente Bautr√§ger andererseits durchzusetzen. Aktuelle F√∂rderm√∂glichkeiten f√ľr den Wohnungsbau, wo es sie noch gibt, sind meist flexibler und passen daher besser zur gewandelten Lebenssituation eines Gro√üteils der Bev√∂lkerung. Denn die Alleinverdienerfamilie mit ein bis zwei Kindern, der die genormte Dreizimmerwohnung des Sozialen Wohnungsbaus einst zugedacht war, ist schon lange zum Auslaufmodell geworden.

„In westdeutschen Gro√üst√§dten macht der klassische Haushaltstypus [‚Ķ] statistisch nur noch 10-15 % der Haushalte aus“, schrieb der Stadtsoziologe Walter Siebel bereits 2006 in der Architekturzeitschrift archplus. Stattdessen gibt es immer mehr Alleinerziehende, Patchworkfamilien, generationen√ľbergreifende Wohngemeinschaften und kulturell-soziale Wohnprojekte, die auf dem Wohnungsmarkt nur schwer ihren Anspr√ľchen gen√ľgenden und zugleich bezahlbaren Wohnraum finden. Deshalb machen immer mehr Menschen ihre Wohn-Idee zum Projekt und schaffen sich „ihren“ Raum einfach selbst. Die Realisationsformen von selbstorganisierten Wohnprojekten sind dabei √§u√üerst vielf√§ltig – sie reichen vom eigentumsorientierten Bauen in Baugruppen √ľber Wohngenossenschaften bis zu kreativen Kombinationen verschiedener Wohn- und Finanzierungsmodelle.
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Straßenbahn und Stadterneuerung








Inforecherche, Texterstellung, Fotografie

Thema: Straßenbahn und Stadterneuerung in Frankreich und Deutschland; Veröffentlichungen u.a. in der Badischen Zeitung und in den Online-Magazinen Uptown und Telepolis

Seit Mitte der 1980er Jahre hat das Verkehrsmittel Stra√üenbahn eine bemerkenswerte Renaissance erlebt – sogar im Autoland USA haben viele St√§dte die Tram wieder oder neu eingef√ľhrt. Mit dem Neubau, der Renovierung oder Erweiterung von Stra√üenbahnlinien wurde zugleich die Chance zur Verkehrsberuhigung in den Zentren und zu einer umfassenden Stadterneuerung genutzt. Besonders konsequent wurde und wird der Ausbau der Stra√üenbahn in Frankreich betrieben; sogar die gr√∂√üten St√§dte des Landes – Paris, Lyon und Marseille – besitzen heute wieder eine moderne „Tramway“. Bemerkenswert ist auch die Entwicklung in der els√§ssischen Hauptstadt Stra√üburg: Dort wurde in knapp drei Jahrzehnten ein komplettes Netz aus sechs Linien aufgebaut – darunter auch eine grenz√ľberschreitende Strecke ins badische Kehl, die zugleich das R√ľckgrat f√ľr ein gro√ü angelegtes Urbanisierungsprojekt bildet.

Bei der Gestaltung der neuen Strecken und Fahrzeuge liefern sich die St√§dte einen regelrechten Designwettbewerb: Die neuen Trams von Marseille kommen im Schiffslook daher, w√§hrend das Design der Bahnen in der ehemaligen Seidenweberstadt Lyon an Seidenraupen erinnern soll. Die Warteh√§uschen im s√ľdels√§ssischen Mulhouse gestaltete der amerikanische Stararchitekt Richard Meier, und f√ľr die Haltestellen wurde jeweils ein individuelles akustisches Signal komponiert. Ein Thema mit vielen Facetten also, das ich in mehreren Artikeln, u.a. f√ľr das (ehemalige) St√§dtebau-Magazin Uptown, die Badische Zeitung und das Online-Magazin Telepolis, aufbereitet habe.

Schiffe und Seidenraupen auf Schienen: Straßenbahn-Renaissance in Frankreich und Deutschland, Uptown [PDF-Datei / 418 KB]
Straßburg: Wie eine Straßenbahn die Stadt verändert, Telepolis

Themenseite in der Badischen Zeitung:
Separatismus auf Schienen
Frankreich hat's gerne filigran


Textprobe:
Schiffe und Seidenraupen auf Schienen
Extravagante Wagen auf runderneuerten Straßen: Seit 25 Jahren befindet sich Frankreich im Straßenbahn-Boom

Seit der √Ėlkrise 1973 hat die Stra√üenbahn in vielen L√§ndern Europas und sogar im autoseligen Nordamerika eine Renaissance erlebt. Aber nirgendwo sonst hat es einen solch beispiellosen Stra√üenbahn-Boom gegeben wie in Frankreich: Seit 1985 wurden 14 Stra√üenbahnnetze komplett neu gebaut, nachdem dieses Verkehrsmittel in den Jahrzehnten zuvor aus fast allen St√§dten des Landes verschwunden war. Und der Ausbau h√§lt unvermindert an: Weitere sechs Netze sowie neue Linien f√ľr die bereits bestehenden Systeme sind gegenw√§rtig im Bau oder in Planung.

Pionier der Tram-Bewegung war die im Nordwesten gelegene Hafenstadt Nantes, wo im Jahr 1985 das erste neue Stra√üenbahnsystem eingeweiht wurde. Aber die eigentliche Renaissance begann 1987 in Grenoble, wo die Neueinf√ľhrung der Stra√üenbahn zugleich f√ľr eine umfassende Neugestaltung des Stadtzentrums genutzt wurde. Viele Stra√üen der Altstadt wurden zur√ľckgebaut und f√ľr Fu√üg√§nger, Radfahrer und die Stra√üenbahn reserviert. Damit einher ging der erstmalige Einsatz der heute √ľberall zum Standard gewordenen Niederflurwagen, die den Passagieren einen fast barrierefreien Zugang vom Stra√üenraum aus und damit ein bis dato bei √∂ffentlichen Verkehrsmitteln unbekanntes Komfortniveau boten. So gelang es, die neue „Tramway“ nicht nur bei der – anfangs eher skeptisch eingestellten – Bev√∂lkerung beliebt, sondern auch zum Aush√§ngeschild einer innovativen, sich erneuernden Stadt zu machen. Dass diese Botschaft angekommen ist, zeigen die von den Grenobler Verkehrsbetrieben SMTC erhobenen Fahrgastzahlen: Von 1980 bis 2004 verdoppelte sich die Anzahl der Fahrten in den √∂ffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt. [...]
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Energetische Sanierung von Hochhäusern








Inforecherche, Texterstellung, Fotografie

Thema: Energetische Sanierung von Hochhäusern; Veröffentlichungen u.a. in der Badischen Zeitung und im Online-Magazin Telepolis

Deutsche St√§dte schieben einen riesigen Sanierungsstau vor sich her: Insbesondere bei den Wohnsiedlungen der 1960er und 1970er-Jahre gibt es sowohl unter energetischen als auch st√§dtebaulichen Gesichtspunkten dringenden Erneuerungsbedarf. Am Bespiel der Sanierung von zwei Wohnhochh√§usern in Freiburg und Berlin zeige ich auf, welches Potenzial in den heute meist ungeliebten Geb√§uden aus jener Zeit steckt und wie man sie f√ľr die kommenden Jahrzehnte fit machen kann. Ein ausf√ľhrlicher, zweiteiliger Bericht inklusive Exkurs zum Thema Energiestandards ist im Online-Magazin Telepolis erschienen, k√ľrzere Beitr√§ge in der Badischen Zeitung und der Stuttgarter Zeitung.

Sparsame Wohnriesen, Teil 1, Telepolis
Sparsame Wohnriesen, Teil 2, Telepolis
Sparsamer Wohnriese, Badische Zeitung


Textprobe:
Sparsame Wohnriesen
F√ľr √Ėko-Touristen aus aller Welt ist Freiburg im Breisgau ein bekanntes und beliebtes Ziel: Insbesondere der neue Stadtteil Vauban mit seinen bunten, meist drei- und vierst√∂ckigen Niedrigenergie- und Passivh√§usern steht im Fokus des Interesses. Aber auch Stadtteile, die wie die in den 1960er Jahren entstandene Freiburger Gro√üsiedlung Weingarten eher mit einem Negativimage zu k√§mpfen haben, k√∂nnten √∂kologisch interessierten Besuchern bald einen Abstecher Wert sein: Denn hier wird gegenw√§rtig eines von vier baugleichen Punkthochh√§usern der st√§dtischen Wohnungsbaugesellschaft Freiburger Stadtbau (FSB) komplett entkernt und zu Deutschlands erstem „Passivhochhaus“ umgebaut.

Bis Ende des Jahres soll das 16-st√∂ckige, zur Zeit noch schmutziggr√ľne Geb√§ude aus dem Jahr 1968 in frischer Farbe erstrahlen. Das Wichtigste liegt dabei unter dem neuen Anstrich: Eine 20 Zentimeter dicke D√§mmschicht aus Mineralfaserplatten und eine mit Unterst√ľtzung des Fraunhofer-Instituts f√ľr Solare Energiesysteme (ISE) konzipierte Geb√§udetechnik mit kontrollierter L√ľftung sollen daf√ľr sorgen, dass das Geb√§ude k√ľnftig mit nur noch 15 kWh/m2a (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr) Heizenergie auskommt – fr√ľher verbrauchte es mehr als das Vierfache. Dank der guten D√§mmung und einer automatischen Bel√ľftungsanlage sollen die Bewohner ihre Heizung k√ľnftig nur noch selten anstellen m√ľssen, sodass ihre Nebenkosten drastisch sinken. [...]

Mit der Passivhausbauweise gibt es laut Sebastian Herkel schon einige Erfahrung mit kleineren, vier- bis f√ľnfgeschossigen Wohngeb√§uden, die man f√ľr das Projekt nutzen k√∂nne. „Bei einem gro√üen Geb√§ude wie dem Hochhaus in Weingarten gibt es zudem ein g√ľnstiges Verh√§ltnis von Volumen zu Oberfl√§che, das den Energiebedarf mindert.“ Trotz dieser g√ľnstigen Voraussetzungen sei der Umbau „bei diesem ersten Haus eine Herausforderung“: Zum Beispiel m√ľssten Durchbr√ľche f√ľr die neue Haustechnik geschaffen werden, ohne die Statik des Geb√§udes zu beeintr√§chten. „Eine L√ľftungsanlage im Bestand einzubauen ist nicht trivial, insbesondere wegen beschr√§nkter Geschossh√∂hen und der Brandschutzanforderungen“, erkl√§rt Herkel. Die Vorgehensweise sei durch den Geb√§udetyp vorgegeben: „Ich kann nicht beliebig am Beton herums√§gen.“ [...]
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Erneuerbare Energien










Inforecherche, Texterstellung, Fotografie

Themen: Photovoltaik, Geothermie, Biomasse, Energieautonomie, LED-Stadtbeleuchtung; Veröffentlichungen u.a. in der Berliner Zeitung, in den Fachzeitschriften Sonnenenergie und photovoltaik und im regionalen Wirtschaftsmagazin insideB

Die erneuerbaren Energien sind nicht erst seit der aktuellen Klima- und Energiewendediskussion ein viel ver√∂ffentlichtes Thema – es vergeht kaum ein Tag ohne Neuigkeiten auf diesem Gebiet. Auch ich besch√§ftige mich schon l√§nger mit diesem Themenbereich; u.a. schreibe ich f√ľr die Fachmagazine photovoltaik und Erneuerbare Energien, aber auch f√ľr Tageszeitungen und Zeitschriften. Hier einige Beispiele:

Kraftwerk mit zwei Herzen, Berliner Zeitung [PDF-Datei / 296 KB]
Geo und Bio im Duo, Wirtschaftsmagazin insideB [PDF-Datei / 284 KB]
Konzentration auf den Markt, photovoltaik [PDF-Datei / 4,1 MB]
Wie eine zweite Haut: PV-Dachlaminate, photovoltaik [PDF-Datei / 399 KB]
Risse im Image, Artikel √ľber Geothermie in Erneuerbare Energien [PDF-Datei / 440 KB]
Die Energiewende beginnt im Dorf, Telepolis
Städte investieren in Energiesparlampen, Stuttgarter Zeitung


Textprobe:
Risse im Image
Das Erdbeben in Basel war f√ľr das bis dahin ungetr√ľbte Image der Geothermie ein schwerer Schlag. Seitdem wird sie von vielen als „Risikotechnologie“ wahrgenommen, und neue Projekte werden von der ans√§ssigen Bev√∂lkerung argw√∂hnisch be√§ugt. Dies liegt nicht zuletzt auch an der oft mangelhaften Kommunikation der Projektinitiatoren und Betreiber.

„Nai h√§mmer gsait“ (Nein haben wir gesagt) – der Slogan der B√ľrgerbewegung, die in den 1970er-Jahren das Aus f√ľr ein damals im s√ľdbadischen Wyhl geplantes Kernkraftwerk durchsetzte, k√∂nnte sich bald auch gegen Geothermiekraftwerke richten. Das makellose Bild der einst mit viel Vorschusslorbeeren bedachten erneuerbaren Energieform hat in den letzten Jahren Risse bekommen. Der Wendepunkt war im Dezember 2006, als beim Basler Geothermieprojekt durch das Verpressen von Wasser unter hohem Druck ein Erdbeben der St√§rke 3,4 auf der Richterskala ausgel√∂st wurde. Das Beben verursachte eine Vielzahl von Geb√§udesch√§den und zog rund 6,5 Millionen Euro Entsch√§digungszahlungen nach sich. Selbst wenn man unterstellt, dass sehr kulant entsch√§digt wurde und nicht alle Sch√§den wirklich auf die Erdst√∂√üe zur√ľckzuf√ľhren waren, war dies f√ľr das Image der Geothermie ein Super-GAU.
[...]
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Elektromobilität und Verkehrswende










Inforecherche, Texterstellung

Thema: Berichte und Reportagen f√ľr die Publikumszeitschrift elektroautomobil

Das Elektroauto ist immer st√§rker im Kommen – und dazu passende Publikationen gibt es auch: Bereits seit 2016 berichtet die im √∂sterreichischen Linz herausgegebene elektroautomobil √ľber die aktuellen Entwicklungen. Das alle zwei Monate erscheinende Magazin will alle Aspekte der Elektromobilit√§t abdecken, vom Fahrbericht neuer E-Modelle bis hin zu technischen Aspekten des Elektroantriebs. Neben elektrischen Automobilen werden auch weitere nicht schienengebundene Elektrofahrzeuge wie E-Bikes, elektrische Motorr√§der und Elektrobusse behandelt sowie generell die Umstellung auf umwelt- und klimafreundliche Mobilit√§t. Ich bin von der ersten Ausgabe an als Autor dabei und konzentriere mich √ľberwiegend auf diese weniger autoaffinen Themen. Eine Auswahl aus meinen Beitr√§gen der letzen Jahre finden Sie hier.

Auf dem Weg in die elektromobile Stadt; elektroautomobil 02/2016 [PDF-Datei / 678 KB]
Mein Haus, meine Solaranlage, mein Elektroauto; elektroautomobil 01/2017 [PDF-Datei / 537 KB]
Wann kommt endlich der Wunderakku?; elektroautomobil 04/2017 [PDF-Datei / 1,7 MB]
Interview mit Solararchitekt Rolf Disch; elektroautomobil 03/2018 [PDF-Datei / 315 KB]
E-Bus-Markt in Bewegung; elektroautomobil 02/2019 [PDF-Datei / 1,4 MB]
Emissionsfrei auf die letzte Meile; elektroautomobil 05/2019 [PDF-Datei / 1,2 MB]
Die Pop-up-Verkehrswende; elektroautomobil 05/2020 [PDF-Datei / 496 KB]

Textprobe:
Verändertes Mobilitätsverhalten bei der jungen Generation
Statt f√ľr alle Wege das eigene Auto zu nutzen, werden die Bewohner der elektromobilen Stadt ihr Verkehrsmittel noch mehr als heute situationsbedingt ausw√§hlen oder auch mehrere Verkehrsmittel kombinieren ‚Äď ‚ÄěMultimodalit√§t‚Äú hei√üt das Prinzip. Um die Fahrpl√§ne und Tarife von Bus, Bahn, Carsharing oder Leihfahrr√§dern muss sich der multimodal Reisende k√ľnftig keine Gedanken mehr machen: Dies erledigt eine Mobilit√§ts-App auf seinem Smartphone f√ľr ihn, die ihm m√∂gliche Reiseketten zum gew√ľnschten Ziel vorschl√§gt. [...]

Mit der Multimodalit√§t geht auch eine steigende Nutzung elektrischer bzw. emissionsfreier Verkehrsmittel einher. √Ėffentliche Verkehrsmittel wie Stra√üenbahnen und U-Bahnen fahren seit jeher elektrisch, f√ľr Busse ist die Elektrifizierung ebenfalls schon absehbar. Einen wahrhaften Boom gibt es bei Fahrr√§dern mit elektrischem Hilfsantrieb: Allein in Deutschland wurden im letzten Jahr √ľber eine halbe Million Pedelecs und E-Bikes verkauft. Ob mit oder ohne Motor, das Fahrrad ist generell dabei, einen immer gr√∂√üeren Anteil der t√§glichen Verkehrswege zu √ľbernehmen. In der d√§nischen Hauptstadt Kopenhagen n√§hert sich der Anteil von Fahrr√§dern am innerst√§dtischen Berufsverkehr bereits der 40-Prozent-Marke. [...]
hoch
Urbane Luftseilbahnen


Inforecherche, Texterstellung

Thema: Berichte f√ľr die Publikumszeitschrift elektroautomobil und das Online-Magazin Telepolis

Luftseilbahnen assoziiert man bisher vor allem mit alpinen Umgebungen – immer h√§ufiger sind sie jedoch auch in St√§dten als neues √∂ffentliches Verkehrsmittel anzutreffen. International Furore gemacht haben vor allem die st√§dtischen Seilbahnsysteme in lateinamerikanischen Metropolen, allen voran das inzwischen aus zehn Linien bestehende Seilbahnnetz der bolivianischen Doppelstadt La Paz/El Alto. Aber auch in Europa und Deutschland gibt es erste Projekte, die nicht (nur) dem Tourismus dienen, sondern einen echten Verkehrswert f√ľr die betreffende Stadt besitzen. Welche Kriterien eine urbane Seilbahn erf√ľllen muss und wo ihr Einsatz sinnvoll ist, beschreibe ich in meinen Artikeln und gebe eine √úbersicht √ľber aktuelle Luftseilbahnprojekte in vielen St√§dten im In- und Ausland.

Schweben statt fahren, Telepolis

Textprobe:
Ohne Umweg zum Ziel
Wie touristische Seilbahnen werden auch die urbanen Systeme zumeist in schwierigen Topografien errichtet, beispielsweise zur √úberwindung von Fl√ľssen oder gr√∂√üeren H√∂henunterschieden. W√§hrend f√ľr bodengebundene Verkehrsmittel teure Kunstbauten errichtet oder l√§ngere Umwege in Kauf genommen werden m√ľssen, kann eine Luftseilbahn den direkten Weg nehmen. Urbane Seilbahnen k√∂nnen aber nicht nur bergauf, sondern auch rein horizontal unterwegs sein und so die „zweite Ebene“ √ľber einer Stra√üe erschlie√üen. So soll etwa eine f√ľr M√ľnchen vorgeschlagene Seilbahnstrecke √ľber dem vielbefahrenen Frankfurter Ring verkehren und auf ihrer 4,5 Kilometer langen Strecke eine staufreie Querverbindung zwischen mehreren U-Bahn-Linien schaffen. [...]

F√ľr l√§ngere Strecken baut man meist sogenannte Umlaufbahnen, bei denen mehrere Kabinen stetig im Kreis bef√∂rdert werden. Vorteile dieses Systems sind die h√∂here Bef√∂rderungskapazit√§t, die M√∂glichkeit von Zwischenstationen und die minimalen Wartezeiten f√ľr die Fahrg√§ste – der zeitliche Abstand zwischen zwei Kabinen l√§sst sich bis auf ca. 30 Sekunden reduzieren. In den Stationen werden sie kurz vom Seil entkoppelt und abgebremst, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern.
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Mathematische Optimierung im Verkehr












Inforecherche, Texterstellung, Fotografie

Thema: Algorithmische Optimierung im öffentlichen Nahverkehr; Veröffentlichungen u.a. in der Berliner Zeitung, in der Fachzeitschrift Stadtverkehr und in Bild der Wissenschaft

Eine effektive Betriebsplanung hat entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Arbeitsweise eines Verkehrsunternehmens. In verschiedenen Texten zum Thema stelle ich typische Probleme und Arbeitsweisen der Fahr-, Umlauf- und Dienstplanung dar und zeige auf, welche mathematischen Ansätze diese komplexen Aufgaben erleichtern können.

Neben einem ausf√ľhrlichen Fachartikel, der in den Zeitschriften Stadtverkehr und Verkehr und Technik (V+T) erschienen ist, entstanden zwei allgemein verst√§ndliche Artikel f√ľr die Tagespresse. Der in der Berliner Zeitung erschienene Text „Schneller umsteigen“ wurde als Beispiel f√ľr die verst√§ndliche Darstellung mathematischer Anwendungen mit dem Matheon-Medienpreis 2006 ausgezeichnet.

Ein weiterer Artikel, der im Oktober 2017 in Bild der Wissenschaft erschienen ist, beschäftigt sich mit der sogenannten Stationsoffensive der Deutschen Bahn: Mit Hilfe eines genetischen Algorithmus hat die DB bundesweit 350 mögliche neue Bahnhofsstandorte ermittelt und deren verkehrlichen und wirtschaftlichen Nutzen mathematisch nachgewiesen.

Mathematische Fahrplanoptimierung bei der Berliner U-Bahn, Berliner Zeitung
Fachartikel Umlauf- und Dienstplanung, Stadtverkehr [PDF-Datei / 548 KB]


Textprobe:
Schneller umsteigen
Mathematik macht's m√∂glich: Seit dem letzten Fahrplanwechsel gibt es bessere Anschl√ľsse im BVG-Sp√§tverkehr

Niemand wartet gern, schon gar nicht in √∂ffentlichen Verkehrsmitteln. F√ľr die Planer der Verkehrsbetriebe ergibt sich daraus ein Dilemma: Lassen sie zum Beispiel einen U-Bahn-Zug im Bahnhof stehen, um einen Anschluss abzuwarten, werden die Fahrg√§ste im Zug ungeduldig; f√§hrt die Bahn aber ohne zu warten weiter, √§rgern sich diejenigen, die ihren Anschluss verpassen. Vor allem nach 20 Uhr und an Sonntagen, wenn die Z√ľge nur alle zehn Minuten oder noch seltener verkehren, m√ľssen die Wartezeiten geschickt austariert werden, um m√∂glichst viele Fahrg√§ste zufrieden zu stellen.

„Die Erfahrung zeigt, dass Wartezeiten von mehr als f√ľnf Minuten bereits als lang empfunden werden“, berichtet Heinrich Coenen, Leiter der Fahr- und Dienstplanung bei der Berliner U-Bahn. „Wenn man im Zug sitzt, empfindet man sogar eine Minute schon als unangenehm – manche laufen dann zur T√ľr, weil sie denken, irgendetwas sei nicht in Ordnung.“ Vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 warteten die U-Bahnen am Hermannplatz und am Zoo bis zu 3,5 Minuten. „Das ist eine Ewigkeit“, sagt Coenen. [...]
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